Medienmitteilung vom 31. Oktober 2025
10-jähriges Jubiläum der propatient Forschungsstiftung Universitätsspital Basel
Jeder gespendete Franken generiert 6,3 weitere Forschungsfranken – die propatient Forschungsstiftung feiert 10 Jahre erfolgreiche Förderung. Die gemeinnützige und unabhängige Stiftung setzt sich ein für die Förderung und finanzielle Unterstützung medizinischer Forschung und Innovation – stets zum Wohle der Patientinnen und Patienten.
Dank der propatient-Förderung konnten Geförderte darüber hinaus Forschungspreise, Grants, Patente, wissenschaftliche Publikationen und Kooperationen erzielen – ebenso wie neue Therapien und Behandlungen zu Gunsten der Patientinnen und Patienten entwickeln. Propatient erzielt mit ihrer Unterstützung eine eindrückliche Hebelwirkung. Jeder Förderfranken, den die Stiftung in den letzten Jahren vergab, führte zu weiteren 6.3 Forschungsfranken, die die Projektleiterinnen und -leiter später zusätzlich generieren konnten.
10 Jahre Unterstützung wegweisender medizinsicher Forschung.
In dieser Zeit konnte die Stiftung über 42 Forschungsprojekte fördern und 6 propatient Forschungspreise vergeben – ermöglicht durch grosszügige Spenden von Stiftungen und privaten Donatorinnen und Donatoren.
Dank grosszügiger Zuwendungen kann die Stiftung im Jubiläumsjahr den Theo Rufli Preis der propatient Forschungsstiftung verleihen. Der mit CHF 25‘000.- dotierte Preis wird für ein patientennahes Forschungs- oder Innovationsprojekt im Bereich Dermatologie/Allergologie vergeben und richtet sich an junge Forschende des Universitätsspitals Basel. Die propatient Forschungsstiftung dankt der Familie von Theo Rufli sowie weiteren Donatoren für die grosszügige Unterstützung, die diesen Preis ermöglichen.
Prof. em. Dr. Manuel Battegay, Stiftungsratspräsident von propatient eröffnet den gut besuchten Anlass und heisst die Gäste herzlich willkommen. Besonders würdigt er den hochdotierten Wissenschaftlichen Beirat, der propatient auf besondere Weise auszeichnet. Dank des breiten Fachwissens kann das Gremium die Gesuche umfassend prüfen. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die grosszügigen Donatorinnen, Donatoren und Stiftungen: «Jeder Beitrag zählt und hilft der Stiftung, weiter zu wachsen.»
Robert-Jan Bumbacher, Verwaltungsratspräsident des Universitätsspital hebt das 10-jährige Bestehen der Stiftung hervor und betont ihren Erfolg. Dank propatient können freiwillige Mittel direkt in die Forschung fliessen, und die gewonnenen Erkenntnisse gelangen unmittelbar in den Klinikalltag. Durch den Abend führte Frau Dr. Jeanne Fürst.
Direkt am Patienten – Forschung, die unmittelbar in den Klinikalltag fliesst
Prof. Dr. Nina Khanna, Chefärztin der Klinik für Infektiologie stellte neue Strategien zur Bekämpfung bakterieller und viraler Infektionen vor. Durch den patientenzentrierten Ansatz ergeben sich neue und erweiterte Chancen für die Entdeckung innovativer Antibiotika und alternativer therapeutischer Strategien. Dieser Paradigmenwechsel zu neuen Therapiestrategien wird dringend benötigt, da multiresistente Erreger zunehmen.
Im zertifizierten Basler Brustzentrum des Universitätsspitals unter der Führung von Prof. Dr. Walter Weber wird höchste Expertise gebündelt. Dank innovativer Forschung, welche auch von propatient unterstützt wird, verfolgt das Team von Prof. Dr. Walter Weber zwei zentrale Ziele: neue chirurgische Standards zur Reduktion von Nebenwirkungen und die Entwicklung einer wirksameren, schonenderen Therapie für Patientinnen mit resistentem Brustkrebs.
Im Gespräch mit einer jungen Brustkrebsbetroffenen wurde eindrücklich gezeigt, wie sehr die Erkrankung das Leben verändert und wie wichtig Forschung für wirksamere Therapien ist.
Preisträgerin 2025 des Theo Rufli Preises der propatient Forschungsstiftung ist die Dermatologin Dr. Alina Torrez, Stv. Oberärztin. In der Laudatio ging Prof. Dr. Alexander Navarini auf das innovative Forschungsprojekt «Mini-Tumore im Labor: Neue Wege zur Untersuchung von Hautkrebs» ein. Dr. Alina Torrez erforscht das kutane Plattenepithelkarzinom (cSCC), die zweithäufigste Form von Hautkrebs. Die meisten Fälle sind operativ heilbar. Doch der Krebs kann bei Hochrisikopatientinnen und -patienten Metastasen bilden und die Heilungschancen deutlich verringern. Im ausgezeichneten Forschungsprojekt werden aus Patientenproben Gewebestrukturen («Organoide») gezüchtet, um ihr Wachstum, Invasionsverhalten und Zusammenspiel mit Bindegewebs- und Immunzellen zu untersuchen. Die Erkenntnisse sollen helfen, Risikopatientinnen und -patienten früher zu erkennen und langfristig wirksamere, individuellere und schonendere Therapien zu entwickeln.
Die propatient Forschungsstiftung fördert fachübergreifende medizinische Forschung und Innovationen am Universitätsspital Basel – zum Wohle der Patientinnen und Patienten.
Massgebend für eine Förderung ist die wissenschaftliche Exzellenz. Gesuche können von allen Berufsgruppen und Kliniken des USB eingereicht werden. Die Unterstützung erfolgt zusätzlich und in Ergänzung zum bestehenden Forschungsbudget sowie zu den Beiträgen des Schweizerischen Nationalfonds und anderer Förderinstitutionen. Damit trägt die propatient Forschungsstiftung zur steten Verbesserung des wissenschaftlichen und medizinischen Angebotes am USB bei. Ausserdem wird die Stellung des USB als Zentrum der universitären Medizin gefestigt und ein aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung der Life Sciences-Region Basel geleistet.
Die propatient Forschungsstiftung ist eine anerkannte gemeinnützige Stiftung. Spenden und Legate sind steuerbefreit.
Für Auskünfte wenden Sie sich bitte an die Geschäftsführerin Dr. Caroline Roggo, Klingelbergstrasse 23, CH-4031 Basel, Telefon +41 61 328 61 17. E-Mail: caroline.roggo@propatient.ch.

Preisträgerin Dr. Alina Torrez, Prof. Dr. Alexander Navarini (Chefarzt Dermatologie/Allergologie) und Prof. em. Dr. Manuel Battegay (Stiftungsratspräsident) sowie Dr. Caroline Roggo (Geschäftsführerin) der propatient Forschungsstiftung (Foto Martin Portmann © propatient Forschungsstiftung).