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pp 25-09 Veränderte Wahrnehmung von Bewegung als Ursache von Gleichgewichtsstörungen und Stürzen im Alter

von Heiko Rust, Neurologie, Universitätsspital Basel

Die Vestibuläre Agnosie (VA) ist durch eine fehlende oder herabgesetzte Wahrnehmung der Eigenbewegung gekennzeichnet und mit Gleichgewichtsstörungen sowie konsekutiven Stürzen assoziiert. Diese Störung wurde erstmals bei Patientinnen und Patienten mit akutem Schädel-Hirn-Trauma beschrieben. Der VA liegt ein Diskonnektionssyndrom des Gehirns zu Grunde, im Rahmen dessen es zu Störungen der Verbindungen beider Hemisphären durch Läsionen der weißen Substanz kommt. Mittels Messungen der vestibulären Wahrnehmungsschwellen kann die VA nachgewiesen und quantifiziert werden.
VA wurde empirisch bei älteren Patientinnen und Patienten mit vaskulärer Enzephalopathie beobachtet. Diese Beobachtung wurde am Universitätsspital Basel ebenfalls gemacht und ein Test zur Quantifizierung dieser Störung entwickelt. Um VA in dieser Patient:innengruppe systematisch zu untersuchen, wird eine prospektive Querschnittsstudie mit umfassenden neurovestibulären Untersuchungen durchgeführt.
Die Identifizierung und Quantifizierung von VA in dieser großen Patient:innengruppe, mit einem zuverlässigen klinischen Test, wird eine frühzeitige Erkennung, Überweisung an die Physiotherapie und die Entwicklung neuer, gezielter Behandlungsstrategien ermöglichen.

Fördersumme 25'000

Zusammenarbeit Neurologie, Neurootologie, Physiotherapie


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