von Benjamin Kasenda, Onkologie, Universitätsspital Basel
Flüssigbiopsien ermöglichen den Nachweis von Nukleinsäuren oder Tumorzellen in Körperflüssigkeiten wie peripherem Blut. Die Analyse zirkulierender tumorassoziierter DNA (ctDNA) ist minimalinvasiv und erlaubt einen umfassenden Einblick in die genetischen Eigenschaften von Tumoren.
Am Universitätsspital Basel wird derzeit die LIQPLAT-Studie durchgeführt, mit dem Ziel, ctDNA in die routinemäßige Krebsversorgung zu integrieren. Untersucht werden dabei insbesondere die Effizienz und Repräsentativität dieses Ansatzes. Die einarmige Studie umfasst 150 Patient:innen mit fortgeschrittenen soliden Tumoren und bewertet die Machbarkeit der ctDNA-Detektion, die Lebensqualität sowie klinische Endpunkte wie das Gesamtüberleben und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten.
Geplant ist, innerhalb von 18 Monaten alle Teilnehmenden zu rekrutieren. Bisher wurden 80 Patienten eingeschlossen, was die Effizienz des Ansatzes belegt. Die Studie soll wegweisende Erkenntnisse zur Rolle von ctDNA in der onkologischen Versorgung liefern und als Modell für zukünftige Forschungsprojekte dienen.
Unter der Leitung von Benjamin Kasenda arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Expert:innen der Onkologie, Molekularpathologie, Hämatologie und Statistik, um eine qualitativ hochwertige Durchführung und Analyse zu gewährleisten.
Fördersumme CHF 70'100
Zusammenarbeit Medizinische Onkologie, Molekulare Pathologie, Hämatologie, Statistik Universitätsspital Basel