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pp 26-07 Blutsalzmangel und Hypophysenchirurgie - neue Strategien zur Vermeidung von Komplikationen - die TREASURE-PIT-Studie

von Michel Röthlisberger, Neurochirurgie, Universitätsspital Basel

Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, wie man das Risiko eines Blutsalzmangels (Natriummangel im Blut) nach einer Operation an der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) verringern kann. Ein solcher Natriummangel kann einige Tage nach der Operation auftreten und Beschwerden wie Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Verwirrtheit verursachen. In manchen Fällen ist eine erneute Hospitalisation notwendig. 

Die Studie untersucht drei verschiedene Vorgehensweisen zur Vorbeugung solcher Beschwerden. Eine Gruppe soll die tägliche Trinkmenge vorübergehend auf weniger als einen Liter pro Tag begrenzen. Es gibt gute Daten, dass diese Intervention eine vorbeugende Wirkung auf den Natriummangel haben kann. Eine zweite Gruppe erhält zusätzlich eiweissreiche Getränke. Die dritte Gruppe wird nach dem heutigen Standard, das heisst ohne spezielle vorbeugende Massnahmen behandelt. 

Forschende aus der Hirn- und Hypophysen-Chirurgie (Neurochirurgie) sowie aus der Hormonmedizin (Neuroendokrinologie) möchten herausfinden, welche dieser Strategien Patientinnen und Patienten am besten vor einem teilweise gefährlichen Natriummangel schützt. Um den Effekt der drei Strategien bestmöglich beurteilen zu können, erfolgt die Zuteilung zu einer der drei Behandlungen im Rahmen der Studie nach dem Zufallsprinzip (randomisiert). Insgesamt sollen rund 280 Patientinnen und Patienten eingeschlossen werden. 

Die Studienergebnisse sollen dazu beitragen, Komplikationen nach Hypophysenoperationen zu reduzieren und erneute Spitalaufenthalte zu vermeiden.

Fördersumme CHF 30'000

Zusammenarbeit  Neurochirurgie, Endokrinologie, Clinical Trial Unit, Zusammenarbeit mit drei Zentren in der CH, in der Türkei und in Deutschland

 

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