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pp 25-07 Micro-choice-basierte Intervention: Mit kleinen Entscheidungen aus der Erschöpfung

von Katrin Bopp, Medizinische Poliklinik, Universitätsspital Basel

Fatigue ist ein belastendes Symptom, das die Funktionalität, Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit stark einschränkt. Sie tritt im Kontext verschiedenster Grunderkrankungen auf, doch abgesehen von der Behandlung der zugrundeliegenden Ursachen fehlen bislang wirksame Therapieoptionen weitgehend. Obwohl sich Psychoedukation und kognitive Verhaltenstherapie als hilfreich erwiesen haben, werden sie von Betroffenen häufig aufgrund von Stigmatisierungserfahrungen abgelehnt.

In einer Proof-of-Concept-Studie soll die Machbarkeit, die Akzeptanz und der potenzielle Nutzen der sogenannten „Micro-Choice-Based Intervention“ untersucht werden in einem nicht-kontrollierten Single-Center-Design (N = 18–24, aufgeteilt in drei Gruppen). Der innovative Ansatz richtet den Fokus weg von den Symptomen hin zu alltäglichen Mikroentscheidungen, um Funktionsfähigkeit und Selbstwirksamkeit gezielt zu fördern. Die Intervention besteht aus einer Vorbereitungsphase, einer dreitägigen Gruppenbehandlung sowie einer anschließenden Nachbetreuung.

Da in der Schweiz bislang keine vergleichbare Intervention existiert, adressiert dieses Projekt eine bedeutende Versorgungslücke. Bei erfolgreicher Umsetzung könnte es die Lebensqualität der Betroffenen verbessern, ihre Reintegration unterstützen und langfristige Arbeitsunfähigkeit verhindern – mit positiven Effekten auf die Gesundheitskosten.

Fördersumme CHF 10'000

Zusammenarbeit Ambulante Innere Medizin, Psychosomatik, Physiotherapie, Psychologie, interprofessionelle Teams

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