von Christine Meyer, Kardiologie, Universitätsspital Basel
Herzerkrankungen werden bei Frauen oft unterdiagnostiziert, was zu einer ungünstigen Prognose und hohen Gesundheitskosten führt. Die koronare mikrovaskuläre Dysfunktion (CMD), die bei Frauen häufiger auftritt, ist mit atypischen Symptomen, unspezifischen Befunden und einem erhöhten Risiko für schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse verbunden. Gleichzeitig trägt die zerebrale Kleingefäßerkrankung (CSVD) zu Kognitionsverlust und Demenz bei. Beide Erkrankungen teilen zentrale pathophysiologische Mechanismen, darunter endotheliale und autonome Dysfunktion sowie geschlechtsspezifische Risikofaktoren.
Ziel des Projektes ist die Untersuchung gemeinsamer Mechanismen und Wechselwirkungen von CMD und CSVD bei Frauen, um Prädiktoren, Biomarker und Herz-Hirn-Interaktionen zu identifizieren und so die Diagnostik und Therapie zu verbessern.
Im Rahmen der Studie werden retrospektiv umfangreiche Kohortendaten ausgewertet sowie prospektiv Daten der Swiss Women’s Heart Cohort unter Einsatz moderner Bildgebungsverfahren, Biomarkeranalysen sowie autonomer und kognitiver Testverfahren analysiert.
Die Studie ermöglicht ein optimiertes Risikomanagement und eine verbesserte Versorgung von Frauen mit mikrovaskulärer Erkrankung von Herz und Hirn.
Fördersumme 20'000
Zusammenarbeit Kardiologie, Neurologie, Psychosomatik, Gender Studies, Proteomix, CRIB, CTU