von Maja Weisser, Infektiologie, Universitätsspital Basel
Seit 2018 besteht eine formalisierte Zusammenarbeit zwischen dem Universitätsspital Basel sowie dem Ifakara Health Institute und dem St. Francis Regional Referral Hospital im ländlichen Tansania mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung zu verbessern, medizinisches Fachpersonal auszubilden und klinische Forschung zu stärken. Bereits seit 2004 wird gemeinsam eine spezialisierte Klinik für HIV und Tuberkulose betrieben (Chronic Diseases Clinic of Ifakara - CDCI), die in den letzten Jahren um die Behandlung nicht-übertragbarer Erkrankungen wie Hypertonie, chronischer Herzinsuffizienz und chronischer Lungenerkrankungen erweitert wurde.
Eine zentrale Versorgungslücke besteht bislang im Bereich der psychischen und psychiatrischen Erkrankungen, die insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit chronischen Krankheiten eine wichtige Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund wird eine Klinik für psychische Gesundheit am St. Francis Regional Referral Hospital aufgebaut, die von einer lokal ausgebildeten Psychiaterin geleitet werden soll und eng mit bestehenden Strukturen kooperiert.
Ein erstes Forschungsprojekt fokussiert auf die Erhebung der Prävalenz häufiger psychischer Erkrankungen (u.a. Depression, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörung sowie Substanzmissbrauch) bei Menschen mit HIV. Ziel ist es, evidenzbasierte Versorgungsansätze zu entwickeln, um sowohl die psychische Gesundheit der Menschen zu verbessern als auch die Behandlungsergebnisse der zugrunde liegenden somatischen Erkrankungen.
Fördersumme CHF 50'000
Zusammenarbeit Klinik für Infektiologie, Universitätsspital Basel, Schweizerisches Tropen und Public Health Institute, Ifakara Health Institute, St. Francis Regional Referral Hospital, Ifakara, Tanzania