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pp 23-11 T-Zell-Vielfalt: Ein Signal für den Erfolg der Immuntherapie bei Speiseröhren- und Magenkrebs

von Emilia Kvasnicka, Medizinische Onkologie, Universitätsspital Basel

Immune Checkpoint Blocker (ICB) sind Krebsmedikamente, die das Immunsystem gezielt gegen Tumore aktivieren. Allerdings profitieren bisher nur etwa 20–40 % der Patientinnen und Patienten langfristig von dieser Therapie. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, frühzeitig zu erkennen, wer besonders gut darauf anspricht. Forschung der medizinischen Onkologie am Universitätsspital Basel zeigt, dass die sogenannte T-Zell-Repertoire-Richness – also die Vielfalt unterschiedlicher T-Zell-Rezeptoren – ein wichtiger Hinweis darauf sein könnte. Eine hohe Vielfalt scheint mit einem besseren Therapieerfolg zusammenzuhängen und gilt als vielversprechender Biomarker.

Das vorliegende Projekt untersucht, ob diese T-Zell-Richness die Wirksamkeit von ICB sowie mögliche Nebenwirkungen bei Patientinnen und Patienten mit Magen- oder ösophagogastrischem Übergangskarzinom vorhersagen kann. Dafür werden Gruppen verglichen, die entweder nur Chemotherapie oder zusätzlich eine Immuntherapie erhalten haben. 

Langfristig soll die Studie dazu beitragen, Behandlungen stärker zu personalisieren, ihre Wirksamkeit zu verbessern und Nebenwirkungen zu reduzieren. Im Idealfall könnte bereits eine kleine Blutprobe ausreichen, um Krankheitsverläufe früh zu erkennen, MRT-Untersuchungen besser zu planen, unnötige Diagnostik zu vermeiden sowie die psychische und physische Belastung von Betroffenen zu reduzieren.

Fördersumme CHF 85'000

Zusammenarbeit Medizinische Onkologie, Innere Medizin, Departement Biomedizin, Kollaborationspartner in Frankfurt, München und Hamburg

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