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pp 25-12 Leberentzündung als Folge einer Immuntherapie – Studie zur Wirkung von niedrig dosierten Kortikosteroiden

von Andreas Schmitt, Medizinische Onkologie, Universitätsspital Basel

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) haben die Krebstherapie revolutioniert. Allerdings verursachen sie häufig immunvermittelte Nebenwirkungen (irAEs), wobei die IR-Hepatitis zu den häufigsten zählt. Besonders oft ist dies bei Melanompatient:innen, da sie meist eine Kombinationstherapie erhalten. Die Standardtherapie von irAEs umfasst hochdosierte Kortikosteroide, die schwere Nebenwirkungen verursachen und (wie zunehmende Evidenz zeigt) die Wirksamkeit der Immuntherapie verschlechtern können. Trotz der weiten Verbreitung von ICIs fehlen prospektive Studien zur optimalen Kortikosteroid-Dosierung. Retrospektive Analysen deuten darauf hin, dass niedrigere Dosen bei der Behandlung der IR-Hepatitis ebenso wirksam sein könnten.
Diese prospektive, Register-basierte Studie untersucht ein niedrig dosiertes Kortikosteroid-Regime bei IR-Hepatitis. Der Therapieerfolg wird innerhalb von 72 Stunden überprüft und bei Bedarf angepasst. Leberfunktion und Krankheitskontrolle werden über sechs Monaten regelmäßig kontrolliert. Ziel ist es, eine wirksame und sichere Behandlungsstrategie zu etablieren, die die Effektivität der Immuntherapie erhält und die Prognose der Patient:innen verbessert.

Fördersumme CHF 12'600

Zusammenarbeit Medizinische Onkologie, Dermatologie und Royal Marsden Hospital's Skin Cancer Unit

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