von Mike Recher, Universitäres Zentrum für Immunologie, Universitätsspital Basel
Patientinnen und Patienten mit Immundysregulation neigen zu schweren Infekten oder zu Autoimmunerkrankungen. Oft liegt die Ursache von Immundysregulation in angeborenen Genveränderungen. Bereits heute sind Veränderungen in mehr als 550 Genen als Ursache bekannt, durch vereinfachte Methoden der Gensequenzierung in den letzten Jahren stark ansteigend. Ist die genaue molekulare Ursache bekannt, kann das Immunsystem mit Hilfe zielgerichteter Medikamente normalisiert werden. Heutzutage werden selbst am Universitätsspital im klinischen Alltag solche molekularen Ursachenforschungen nur ausnahmsweise durchgeführt, aus Kosten- und anderen Gründen. Der Projektleiter hat deshalb eine Forschungskohorte gegründet, um diese molekular-genetische Aufarbeitung bei allen Patientinnen und Patienten mit Immundysregulation durchführen zu können. Erste Auswertungen belegen die Möglichkeit massgeschneiderter immun-modulatorischer Behandlungen, welche den Therapieerfolg erhöhen und gleichzeitig Nebenwirkungen reduzieren. Das Ziel des Projektes ist, bei weiteren PatientInnen mit Immundysregulation diese molekulare Ursachenforschung mit anschliessender individueller Anpassung der Therapie durchzuführen.
Fördersumme CHF 15'000
Zusammenarbeit Medizinische Poliklinik, Immunologie, Labordiagnostik, Bioinformatik, Universitätsspital Basel