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pp 24-05 Bluthochdruck nach der Geburt – wie Telemedizin Mütter zu Hause unterstützt

von Thenral Socrates, Innere Medizin, Universitätsspital Basel

Die postpartale Hypertonie (PPHT) betrifft etwa 10 % aller Schwangerschaften und stellt einen relevanten Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen dar. Das klinische Spektrum reicht von transienten Blutdruckerhöhungen bis hin zur postpartalen Präeklampsie. PPHT ist zudem die häufigste Ursache für erneute Krankenhausaufnahmen nach der Geburt.

Die Standardbehandlung umfasst wiederholte Blutdruckkontrollen zur Anpassung der Medikation. Diese Konsultationen fallen jedoch in eine hochbelastete Lebensphase – das Wochenbett und die ersten Monate nach der Geburt – in der regelmäßige Arztbesuche für Mütter mit Neugeborenen besonders herausfordernd sind.

Ziel dieser Studie ist es, ein telemedizinisches Behandlungskonzept zu entwickeln, das physische Sprechstundenbesuche reduziert. Zum Einsatz kommt dabei die HEKA-App, die Patientinnen Schritt für Schritt bei der korrekten Blutdruckmessung zu Hause unterstützt und die Messwerte elektronisch übermittelt. Die Kontrollgruppe erhält weiterhin die übliche Standardbehandlung.

Diese Substudie soll optimale Strategien im Hinblick auf Blutdruckkontrolle, Akzeptanz und Sicherheit des Telemonitorings identifizieren. Darüber hinaus werden kardiovaskuläre Risikofaktoren drei Monate nach der Geburt sowie jährlich erhoben, um den langfristigen Verlauf besser zu verstehen.

Fördersumme CHF 10'000

Zusammenarbeit Innere Medizin, Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Frauenklinik

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