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pp 20-28 Loch in der Nasenscheidewand - wie die Nase sich selbst helfen kann

von Martin Haug, Plastische, Rekonstruktive, Ästhetische und Handchirurgie, Universitätsspital Basel

Ein Loch in der Nasenscheidewand entsteht durch Verlust von Knorpel und Nasenschleimhaut und führt bei Betroffenen häufig zu gravierenden Beschwerden wie Nasenbluten, Pfeifgeräuschen, verstopfte Nase oder Schmerzen, die die Lebensqualität massiv herabsetzen.

Derzeit ist eine chirurgische Behandlung schwierig. Die besten Ergebnisse werden erreicht durch das Einsetzen eines Transplantats aus einer künstlichen Folie kombiniert mit patienteneigenem Bindegewebe (Faszie) vom Schläfenmuskel. Die Hauptrisiken (15%) dieser Behandlung sind Infektionen, Transplantatverlust und akute und chronische Fremdkörperreaktionen.

Das Ziel dieses Projektes ist den Behandlungserfolg deutlich zu erhöhen. Deshalb soll statt Fremdmaterial körpereigenes Gewebe zum Einsatz kommen. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, in die fünf Betroffene eingeschlossen werden, soll gezeigt werden, dass patienteneigenes gezüchtetes Knorpelgewebe aus der Nase zur Reparatur von Defekten der Nasenscheidewand sicher und geeignet verwendet werden kann.

Patientinnen und Patienten wird unter Lokalanästhesie eine kleine Knorpelprobe aus der Nasenscheidewand entnommen. Daraus wird im Labor neues Knorpelgewebe gezüchtet und dieses anschliessend in den Defekt der Nasenscheidewand eingesetzt. Nach dem Eingriff wird der Erfolg der Behandlung untersucht indem subjektive Beurteilungen der Patientinnen und Patienten objektiven Messungen gegenübergestellt werden.

Fördersumme CHF 50‘000

Zusammenarbeit mit Hals-Nasen-Ohren-Klinik, Tissue Engineering und Departement Klinische Forschung

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